Medizinisches Begutachtungsinstitut Prof. Stevens

Medizinisches Begutachtungsinstitut  Prof.  Stevens

Prof. Dr. med. A. Stevens
Prof. Dr. med. Kuno Weise
Doblerstr. 17
72074 Tübingen
Tel.: 07071 9435350
Fax: 07071 9435357
www.med-begutachtung.de

Das Gutachteninstitut ist in erster Linie auf die Erstellung von psychiatrischen Gutachten spezialisiert und wird von dem Neurologen/ Psychiater Prof. Dr. Andreas Stevens geleitet. Neben Herrn Prof. Stevens firmiert der Chirurg Prof. Kuno Weise als Mitbetreiber des Instituts.

Neben seinem Hauptsitz in Tübingen ist Herr Prof. Stevens nach eigenen Angaben (Stand 12.01.2017) an folgenden Orten tätig, an denen ebenfalls persönliche Untersuchungen stattfinden können.

Berlin
Gesundheitszentrum Springpfuhl
Allee der Kosmonauten 47
12681 Berlin

Köln
Medizinische Begutachtungen
Turiner Str. 21
50668 Köln

Weiterhin besteht eine Kooperation zwischen Prof. Stevens und dem  Institut Interdisziplinäre Medizinische Begutachtung in Kassel. Prof. Stevens übernimmt dort offenbar die Funktion des ausgeschiedenen neurologisch-psychiatrischen Gutachters Dr. Jochen Schumacher und firmiert im Rahmen von Begutachtungen mit dem Briefkopf des Institutes – gleiches gilt für seine Mitarbeiter, welche regelmäßig mit den Psychologischen Zusatzgutachten beauftragt ist.

Hier kommen u.a. die Psychologen Christina Licha, Diana Schmidt und Sonja Steiert zum Einsatz.

Für die neurologisch-psychiatrische Begutachtung ist Prof. Stevens zuständig, welchen wir in unseren Akten regelmäßig als Gutachter für Versicherungen kennenlernen.

Herr Prof. Stevens vertritt die zweifelhafte Auffassung, dass 40 -70% aller Leistungsanträge auf vorgetäuschten Beschwerden der Versicherungsnehmer beruhen und eine psychische Erkrankung insofern nur dann korrekt beurteilt werden kann, wenn diese durch testpsychologische Zusatzbegutachtung, d.h. durch sog. Beschwerdevalidierungstests bestätigt (validiert) worden ist. Zu diesem Zweck beschäftigt Prof. Stevens in seinem Institut ständig mehrere Psychologen, welche mit der Durchführung derartiger Leistungstests befasst sind. Die Beantwortung der sog. „Testbatterien“ durch die Versicherungsnehmer nimmt in der Regel wesentlich mehr Zeit in Anspruch als die eigentliche psychiatrische Begutachtung. Nach Auswertung der Testreihen, wird in der Regel der Vorwurf der Simulation oder Aggravation erhoben, was dann zu einer negativen Leistungsentscheidung der Berufsunfähigkeitsversicherung führt.

Diese Auffassung von der Unabdingbarkeit psychologischer Tests für die Einschätzung der Leistungsfähigkeit von Versicherungsnehmern ist in der medizinischen Wissenschaft hochumstritten und wird in aller Regel allein von Ärzten publiziert und vertreten, welche entweder selbst Gutachteninstitute betreiben bzw. regelmäßig im Auftrag von Versicherungen psychiatrische oder testpsychologische Gutachten erstellen. Von den wissenschaftlichen Vertretern der universitären- bzw. Schulmedizin wird diese Ansicht mehrheitlich abgelehnt. Vielmehr ist man dort der Auffassung, dass die Methoden der Testpsychologie zur Erfassung der Parameter hirnorganisch geschädigter Patienten dienen, zur Validierung psychischer Erkrankungen jedoch ungeeignet sind bzw. nur in begründeten Ausnahmefällen als Ergänzung dienen können. Dieser Auffassung schließen sich auch die Instanzgerichte immer öfter an, wie neuere, von unserer Kanzlei erstrittene Urteile belegen (Landgericht Berlin, Urteil vom 29.05.2015 – 23 O 236/13Landgericht Heidelberg, Urteil  v. 22.01.2013, Az. 2 O 395/09).

Wir raten allen Mandanten, welche im Auftrag von Versicherungen begutachtet werden sollen, sich vor dem Termin genau beraten zu lassen, ob man sich der Begutachtung tatsächlich stellen muss. Nur durch die genaue Kenntnis des Gutachtenauftrages und des geplanten Ablaufs der Begutachtung und der entsprechenden sachlichen Kritik, kann in dieser Phase Einfluss auf den Lauf der Begutachtung und ggf. auch auf eine spätere Leistungsentscheidung genommen werden.

Das Gutachteninstitut von Herrn Prof. Stevens ist hier bisher als Auftragnehmer folgender gesetzlicher oder privater Versicherungsgesellschaften in Erscheinung getreten. Das Landgericht Stuttgart hat Herrn Prof. Stevens mit Beschluss vom 27.02.2013 für befangen erklärt.

Alle hier bekannt gewordenen Gutachten nachfolgend genannter Auftraggeber, welche durch Herrn Prof. Stevens erstellt worden sind, fielen zum Nachteil der Versicherungsnehmer aus und führten zunächst zu Leistungsablehnungen.

Berufsgenossenschaften:

Prof. Stevens und seine Mitarbeiter haben sich seit mehreren Jahren zunehmend auch im Bereich der Psychiatrischen und Psychologischen Begutachtung im Auftrag diverser Berufsgenossenschaften einen Namen gemacht. Mit den gefundenen Ergebnissen konnten sich auch bereits Sozialgerichte auseinandersetzen, wie ein von uns erstrittenes Urteil des Sozialgerichts Berlin zeigt. (Urteil SG Berlin v. 09.05.2008)

Gerade wenn es darum geht, die psychischen Folgen von Arbeitsunfällen zu beurteilen (hier spielt die sog. Posttraumatische Belastungsstörung - PTBS - eine zentrale Rolle), können die Berufsgenossenschaften nicht wie gewohnt auf ihr Netz von vertraglich gebundenen D-Ärzten zurückgreifen, sondern benötigen Psychiater und Psychologen auf die sie sich verlassen können.

Gesetzliche Rentenversicherung:

Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz

Berufsständische Versorgungswerke:

Rechtsanwaltsversorgungswerk Baden-Württemberg

Berufsunfähigkeitsversicherungen:

AachenMünchener Lebensversicherung
Allianz Lebensversicherung
Axa Lebensversicherung
Athene Lebensversicherung (ehemals Delta Lloyd)
BVV - Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G.
Cosmos Lebensversicherung (Urteil LG Berlin v. 29.05.2015)
Debeka Lebensversicherung
Generali Lebensversicherung
Hanse-Merkur-Lebensversicherung
Heidelberger Lebensversicherung
HDI-Lebensversicherung
Standard Life Lebensversicherung
Zurich Lebensversicherung

Krankentagegeldversicherungen:

Hallesche Krankenversicherung
Signal Krankenversicherung
SDK Süddeutsche Krankenversicherung

 

Unser Hinweis:

Wenn das Institut von Prof. Stevens mit der Begutachtung beauftragt worden ist (unabhängig davon, ob durch eine private Berufsunfähigkeitsversicherung oder durch einen Sozialversicherungsträger) empfiehlt es sich dringend, uns vorab zu kontaktieren und unser Angebot einer kostenlosen Ersteinschätzung wahrzunehmen.

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